lunedì 3 ottobre 2016

Solararchitektur in Europa (9)

Das Haus “Wohnen & Arbeiten”


Das Gebäude “Wohnen & Arbeiten ” in Freiburg im Breisgau wurde vom Architekturbüro id-Architektur projektiert und zwischen 1998 und 1999 gebaut.  Es steht auf einem Grundstück  des  Vauban-Quartiers. Im Gebäude sind 16 Wohnungen, das Büro eines Technikers, das Büro eines Verlags und das Atelier eines Künstlers untergebracht. Die Grösse der Wohnungen variiert zwischen 36 m2 e 170 m2. Das Gebäude hat eine Primärstruktur, die in einer wärmegedämmten Aussenhaut eingeschlossen ist, und eine Sekundärstruktur, der die Treppen, die Laubengänge auf der Nordseite und die Balkone auf der Südseite zugehören und die von der gedämmten Primärstruktur getrennt ist.


Südfassade 

Die Geschossflächen, die dem Arbeiten dienen, können je nach Bedürfnis der Benutzer frei unterteilt werden und die zwei an diese Flächen anschliessenden Wohnungen können mit den Arbeitsräumen verbunden werden. Innerhalb der von der Hausinstallation gesetzten Grenzen, können die Bewohner die Lage von Küche und Bad entsprechend ihren Vorstellungen bestimmen.


Nordfassade

Die beheizte Fläche des Gebäudes beträgt 1396 m2  und das von der mechanischen Lüftungsanlage bediente Volumen 3699 m3. Dank seiner effiziente Wärmedämmung und der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung hat das Gebäude den Energiestandard eines Passivhauses. Der spezifische Wärmebedarf beläuft sich auf  13,2 kWh/(m2a) und wird gedeckt durch ein mit Erdgas betriebenes Heizkraftwerk mit einer thermischen Leistung von 14,5 kWt , das auch elektrischen Strom erzeugt. Das Heizkraftwerk ist jedoch nicht die einzige Wärmequelle. Zwischen April und September wird das Warmwasser für den Hausgebrauch zu 100 Prozent von auf dem Dach installierten Sonnenkollektoren bereitgestellt, die eine Fläche von insgesamt 54 m2 haben. Auf dem Dach befindet sich auch Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 3,47 kWp.



Westfassade


An die einzelnen Räume wird die Wärme mittels Radiatoren abgegeben und nicht wie in anderen Passivhäusern mit der Zuluft, um störende Luftbewegungen zu vermeiden. Die Lüftungsanlage saugt in erster Linie die verbrauchte Luft aus den Räumen ab. Der Luftstrom ist konstant, aber auch durch die Bewohner regulierbar. Im Winter passiert die kalte Aussenluft einen Wärmetauscher, und wird mit der in der Abluft enthaltenen Wärme erwärmt. Im Sommer, wenn man die Fenster öffnen kann, führt die Anlage den Räumen keine Frischluft zu, aber die verbrauchte Innenluft wird weiterhin abgesaugt.


Auf Empfehlung des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) wurde 47 Prozent der Südseite verglast. Die verglaste Fläche ist somit etwas grösser als das für Passivhäuser empfohlene Mass. Mit dieser Lösung konnte die natürliche Belichtung der Räume verbessert werden zumal die Fassade von den Balkonen und von grossen Bäumen verschattet wird, die im Sommer vor zu viel Sonne schützen. Nur die Fenster des dritten Obergeschosses und die nach Osten und Westen orientierten sind mit Sonnenstoren ausgerüstet.

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