Die
Solarhäuser des M.I.T.
Am Ende der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden in
den Vereinigten Staaten die Forschungen über Sonnenkollektoren und Sonnenhäuser
vom Massachusetts Intitute of Tecnology (MIT) und anderen US-Universitäten
wieder aufgenommen.
Solar 1
Solar 1, das Solar House des MIT von 1939 (Bild: MIT News Office and the MIT Museum)
1939, im
Jahr als der Zweite Weltkrieg ausbrach, baute das il Massachussetts Institute of Technology
(MIT) ein kleines Sonnenhaus (Solar 1)
mit nur zwei Raumen und einem Laboratorium, um Methoden zu entwickeln, mit
denen sich die Effizienz der auf dem Dach des Hauses installierten
Sonnenkollektoren berechnen und bewerten liessen.
Die Gleichungen, die wir heute benutzen, um die
Effizienz von Sonnenkollektoren zu berechnen gehen auf diese Forschungsarbeiten
zurück.
Solar 2
Solar 2 Das zweite Solar House des MIT von 1947 (Bild: MIT News Office and the MIT Museum)
Ein zweites Sonnenhaus (Solar 2) konnte
erst nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut werden, nämlich im Sommer 1947 und zwar
mit dem Ziel, die Verbindung von drei Funktionen miteinander zu verbinden:
Erzeugung und Speicherung von Wärme mittels Sonnenkollektoren und deren Verwendung
zur Heizung des Hauses.
Auf der Südseite von Solar 2 waren sieben
kleine Räume aufgereiht, um die Auswirkung der verschiedener solarer
Wärmegewinne zu untersuchen. Der erste Raum besass keinen Wärmespeicher wie die
anderen sechs Räume, deren Wände Dicken zwischen 10 und 22 cm hatten. Auch die
Fenster, die das Sonnenlicht hereinliessen waren verschieden. Die der ersten
sechs Räume hatten eine Zwei-Scheiben-Verglasung, das Fenster des siebenten
Raumes eine Drei-Scheiben-Verglasung. Das Wasser in den Speichern nahm
verschiedene Temperaturen an. Die höchste gemessene Temperatur war 50°C.
In vier Räumen zirkulierte das Wasser in den Behältern durch natürliche
Konvektion, in den zwei übrigen wurde es künstlich in Bewegung gehalten. Jeder
Raum war mit isolierenden Vorhängen ausgestattet, die nachts und an sonnenlosen
Tagen geschlossen werden konnten, um Wärmeverluste zu vermeiden.
Nach den Versuchen, im Winter 1947/48, kamen die Ingenieure des MIT zum
Schluss, dass weitere Forschungen in dieser Richtung nichts einbrächten und
empfahlen die Trennung von Wärmeerzeugung und Speicherung, um die nächtlichen
Wärmeverluste zu vermeiden und zu erreichen, dass mindestens die Hälfte der
tagsüber erzielten solaren Wärmegewinne im Innern des Hauses verbleiben.
Solar 3
Solar 3 Das dritte Solar House des MIT von 1948/49 (Bild: MIT News Office and
the MIT Museum
Im Jahr 1948 wurde das Haus Solar 2 zu einer Mini-Wohnung für die
junge Familie eines MIT-Studenten umgebaut. Dieses Solar 3 genannte Haus hatte eine Kollektoranlage auf und einen
Warmwasserspeicher unter dem Dach. Die Deckenuntersicht bestand aus Metallpanelen
die die Warme nach unten in di Zimmer abstrahlten.
Die Effizienz des Systems wurde
zwischen 1949 und 1953 genauesten untersucht mit dem Ergebnis, das nur 30
Prozent der vom Kollektor auf dem Dach eingefangenen Energie effektiv zur Raumheizung verwendet
worden war.
Solar 4
Solar 4 -
Das vierte Solar House des MIT von 1959/61
(Bild: MIT
News Office and the MIT Museum
In den Jahren 1959-1961, nach etwa 20 Jahren Forschung, bauten die Forscher des
MIT ein weiteres Sonnenhau (Solar 4)
in einem Vorort Bostons. Das Haus war diesmal zweigeschossig. Das Erdgeschoss
war gegen das Erdreich und den Boden wärmegedämmt, während das Obergeschoss auf
der Südseite eine geneigte Fassade
hatte, die mit Kollektorelementen belegt war und somit einen einzigen Kollektor
bildete. Die Forscher des MIT wollten auf diese Weise ein Ergebnis erzielen,
das den Bau eines weiteren Hauses
gerechtfertigt hätte, obwohl sie sich im Klaren waren, dass eine
wirtschaftliche Heizung auf diese Weise nicht zu erreichen war. Das System
kostete weit mehr als veranschlagt und lieferte in der ersten Heizperiode
weniger als die Hälfte der erforderlichen Wärme. Ende 1962 wurde das Haus
umgebaut und erhielt eine konventionelle Heizungsanlage.
Das von der Kollektoranlage erzeugte Warmwasser wurde in einem
5600-Liter-Tank gespeichert. Ein Expansionsgefäss mit 750 Liter
Fassungsvermögen diente zur Aufnahme der Kollektorflüssigkeit, wenn dieser
geleert werden musste. Das voin der Sonne erwärmte Wasser aus dem Speicher passierte
eine Wärmetauscher, der die in die Räume einzublasende Luft erwärmte. Ein mit
Öl betriebener Heizkessel erzeugte die fehlende Wärme, wenn die Temperatur des
Wassers im Speicher unzureichend war. Im Sommer wurde das Haus durch einen
kleines Kühlaggregat gekühlt
Solar 5
Solar 5 Das fünfte Solar House des MIT von
1978 (Bild: MIT News Office and the MIT Museum)
Das fünfte und
letzte Solarhaus (Solar 5) des MIT wurde 1978 gebaut als experimentelles
Büro oder Klassenzimmer der Architekturabteilung des MIT. Solar 5 erhielt keine
technische Ausstattung mit Sonnenkollektoren, Ventilatoren und Pumpen wie die
vier vorangegangenen Häuser. Alle thermischen Elemente wurden direkt in das
Baumaterial integriert.





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