Die Solarhäuser der Universität von Colorado
In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts
experimentierten verschiedene Universitäten der Vereinigten Staaten mit Solarhäusern,
unter anderem die Delaware State University und die Universität
von Colorado: letztere in Zusammenarbeit mit der National Science Foundation.
Die Universität von Colorado
liess in der Nähe von Fort Collins gleich drei Solarhäuser bauen, die sowohl als
Wohnung als auch als Laboratorium dienten. Jedes dieser Häuser war 278
Quadratmeter gross. Das erste Haus, das 1974 fertiggestellt wurde, war nicht
ausdrücklich als Energiesparhaus projektiert worden, sondern hatte den für
damalige Verhältnisse üblichen Energiestandard. Auf dem um 45 Grad geneigten Dach
waren jedoch 70 Quadratmeter Sonnenkollektoren installiert. Mit dem von den
Kollektoren erzeugten Warmwasser liessen sich 75 Prozent des Heizwärmebedarfs und
des zur Kühlung erforderlichen Energiebedarfs decken. Ein Gasboiler lieferte im
Bedarfsfall zusätzliche Wärme.
Das experimentelle Solarhaus der Universität von Colorado (Bild:
Andersen & Riordan, p. 59)
Die beiden anderen Häuser besassen Sonnenkollektoren
unterschiedlichen Typs. Das zweite Haus hatte Luftkollektoren aber keine Wasserkollektoren.
Der Kollektor des dritten Hauses war ein Vakuumkollektor und bestand aus drei koaxialen
Glasröhren. Das äusserste Rohr war luftleer, in den zwei inneren Rohren zirkulierte
eine Flüssigkeit, die sich unter der Sonne erwärmte und die Wärme an einen
Wasserkreislauf weitergab.

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