mercoledì 21 settembre 2016

Solararchitektur in den USA (8)

Die Solarhäuser der Universität von Colorado

In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts experimentierten verschiedene Universitäten der Vereinigten Staaten mit Solarhäusern, unter anderem die Delaware State University und die Universität von Colorado: letztere in Zusammenarbeit mit der National Science Foundation.

Die Universität von Colorado liess in der Nähe von Fort Collins gleich drei Solarhäuser bauen, die sowohl als Wohnung als auch als Laboratorium dienten. Jedes dieser Häuser war 278 Quadratmeter gross. Das erste Haus, das 1974 fertiggestellt wurde, war nicht ausdrücklich als Energiesparhaus projektiert worden, sondern hatte den für damalige Verhältnisse üblichen Energiestandard. Auf dem um 45 Grad geneigten Dach waren jedoch 70 Quadratmeter Sonnenkollektoren installiert. Mit dem von den Kollektoren erzeugten Warmwasser liessen sich 75 Prozent des Heizwärmebedarfs und des zur Kühlung erforderlichen Energiebedarfs decken. Ein Gasboiler lieferte im Bedarfsfall zusätzliche Wärme.


Das experimentelle Solarhaus der Universität von Colorado (Bild: Andersen & Riordan, p. 59)

Die beiden anderen Häuser besassen Sonnenkollektoren unterschiedlichen Typs. Das zweite Haus hatte Luftkollektoren aber keine Wasserkollektoren. Der Kollektor des dritten Hauses war ein Vakuumkollektor und bestand aus drei koaxialen Glasröhren. Das äusserste Rohr war luftleer, in den zwei inneren Rohren zirkulierte eine Flüssigkeit, die sich unter der Sonne erwärmte und die Wärme an einen Wasserkreislauf weitergab.

Dank des Vakuums im äusseren Rohr waren die Wärmeverluste durch Konvektion und Wärmeleitung sehr gering. Die Kollektoren erzeugten Wärme bis zu 94°C und hatten einen Wirkungsgrad von 70 Prozent. Sie waren ausserdem bestens geeignet um eine Absorptions-Kälteanlage mit Wärmeenergie zu versorgen.

Nessun commento:

Posta un commento