Das Dover Haus (Dover Mass.)
Dover House (Image: Wide World Photo, the MIT News Office, and the MIT Museum)
In den 40er
und 50er Jahren wurden in den Vereinigten Staaten mehrere experimentelle
Solarhäuser gebaut. Dabei ging es insbesondere um die Effizienz von
Isolierverglasungen und von verschiedenen Arten von Wärmespeichern.
Eines dieser
Solarhäuser ist das sogenannte “Dover
House”. Es wurde 1948 in Dover, Massachusetts, gebaut, und zwar im gleichen
Jahr, in welchem das MIT das Haus Solar 2
in Solar 3 umwandelte. Eigentümerin des
Dover House war Amelia Peabody, eine
Bildhauerin aus einer reichen Bostoner Familie. Geplant wurde das Haus von der
Architektin Eleanor Raymond und von Maria Telkes, einer Assistentin der Abteilung
für Metallurgie des MIT. Die beiden Frauen wollten ein rein solares
Heizungssystem realisieren, das ohne konventionelle Zusatzheizung funktioniert.
Das Dover House war ein zweigeschossiges
Gebäude dessen Obergeschoss als solarer Luftkollektor ausgebildet war. Dieser
vertikale Kollektor nahm fast die ganze Südfassade des Obergeschosses ein, die
restlichen 17 Quadratmeter waren Fenster.
Die Besonderheit des Hauses war jedoch nicht die Gewinnung von Sonnenwärme, sondern deren Speicherung. Der Wärmespeicher bestand aus 14 Kubikmeter Glaubersalz (Na2 SO4 . 10H2O). Diese Masse konnte theoretisch 1.465 kWh Wärme speichern, ausreichend für fünf bis sieben kalte Wintertage. Leider neigte das Salz dazu sich schnell zu zersetzen und verlor damit seine Brauchbarkeit als Wärmespeicher. Die Solarheizung des Hauses funktionierte deshalb nur im ersten Winter, anschliessend musste die Eigentümerin ohne Solarheizung auskommen. 1953 wurde das Haus umgebaut und erweitert und erhielt dabei eine konventionelle Heizanlage.

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