martedì 20 settembre 2016

Solararchitektur in den USA (3)

Das Dover Haus (Dover Mass.)


Dover House (Image: Wide World Photo, the MIT News Office, and the MIT Museum)



In den 40er und 50er Jahren wurden in den Vereinigten Staaten mehrere experimentelle Solarhäuser gebaut. Dabei ging es insbesondere um die Effizienz von Isolierverglasungen und von verschiedenen Arten von Wärmespeichern.

Eines dieser Solarhäuser ist das sogenannte “Dover House”. Es wurde 1948 in Dover, Massachusetts, gebaut, und zwar im gleichen Jahr, in welchem das MIT das Haus Solar 2 in Solar 3 umwandelte. Eigentümerin des Dover House war Amelia Peabody, eine Bildhauerin aus einer reichen Bostoner Familie. Geplant wurde das Haus von der Architektin Eleanor Raymond und von Maria Telkes, einer Assistentin der Abteilung für Metallurgie des MIT. Die beiden Frauen wollten ein rein solares Heizungssystem realisieren, das ohne konventionelle Zusatzheizung funktioniert. 

Das Dover House war ein zweigeschossiges Gebäude dessen Obergeschoss als solarer Luftkollektor ausgebildet war. Dieser vertikale Kollektor nahm fast die ganze Südfassade des Obergeschosses ein, die restlichen 17 Quadratmeter waren Fenster.

Die Besonderheit des Hauses war jedoch nicht die Gewinnung von Sonnenwärme, sondern deren Speicherung. Der Wärmespeicher bestand aus 14 Kubikmeter Glaubersalz (Na2 SO4 . 10H2O). Diese Masse konnte theoretisch 1.465 kWh Wärme speichern, ausreichend für fünf bis sieben kalte Wintertage. Leider neigte das Salz dazu sich schnell zu zersetzen und verlor damit seine Brauchbarkeit als Wärmespeicher. Die Solarheizung des Hauses funktionierte deshalb nur im ersten Winter, anschliessend  musste die Eigentümerin ohne Solarheizung auskommen. 1953 wurde das Haus umgebaut und erweitert und erhielt dabei eine konventionelle Heizanlage.

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