Haus D. Wright in Santa Fé
David Wright war
ein Architekt und Umweltschützer. Für sich selbst baute er ein Solarhaus in Santa
Fé, New Mexico, das 1974 fertiggestellt wurde. In milden Klima von New Mexico gelang
es ihm mit ausschliesslich passiven Mitteln mehr als 90 Prozent des
Energiebedarfs seines Hauses mit der Sonne zu decken.
Das Solarhaus von D. Wright in Santa Fé, New
Mexico, USA (Bild: Anderson & Riordan)
Die Südfassade
des Hauses war vollständig mit Isoliergläsern (32 m2) verglast, die
anderen Fassaden besassen hingegen nur kleinere Öffnungen. Die Mauern waren aus
Lehmziegeln und auf der Aussenseite mit 5 cm dicken Platten aus
Polyuretanschaum verkleidet. Auch die 62 cm starken Fussböden waren aus Stampflehm.
Direkt hinter
den Fenstern waren Wassertanks als Wärmespeicher eingebaut. Da das Innere des
Hauses fast aus einem einzigen Raum bestand, konnte sich die Wärme durch
Strahlung und Konvektion überall ausbreiten.
Nach Aussagen Wrights, blieb das Klima im Inneren des Hauses
auch dann angenehm, auch wenn es draussen kalt war, weil die Mauern und der
Fussboden die Wärme lange speicherten und ausstrahlten. Die in den Tanks, in
den Wänden und im Fussboden gespeicherte Wärme reichte aus, um im Haus eine
angenehme Temperatur aufrechtzuerhalten, auch wenn an drei oder vier
Wintertagen keine Sonne schien.
Die Effizienz des Hauses wurde im Januar 1976 für zwei aufeinanderfolgende
Wochen untersucht: ohne jede Zusatzheizung ausser dem offenen Kamin blieb es
während dieser Zeit im Haus angenehm warm. Die Innentemperatur schwankte um
etwa 7°C und erreichte ein Maximum von 27°C und ein Minimum von 14°C.
Nachts wurde die grosse verglaste Fläche auf der Südseite mit faltbaren
und wärmedämmenden Elementen aus Hanf und 5 cm Polyurethan geschlossen.
Tagsüber waren diese wie eine Harmonika gefalteten Elemente bis unter die Decke
hochgezogen. Ihr einziger Defekt war, dass sie nicht 100prozentig an den
Glasfenstern anlagen, so dass zu kleineren Zugserscheinungen im Fensterbereich
kam.
Ein Vordach von 1,20 Meter Auskragung warf im Sommer bei hochstehender
Sonne Schatten auf die nach Süden ausgerichtete Fensterfläche. Die warme Luft,
die sich im Innern des Hauses bildete konnte durch eine Reihe von Auslässen
austreten.

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