martedì 20 settembre 2016

Solararchitektur in den USA (6)

Ouroboros, Rosemount (Minnesota)

Am Anfang der 70er Jahre entwickelten Studenten der Universität von Minnesota, unter Leitung von Dennis R. Holloway, das Konzept eines Hauses, das sowohl ökologisch als auch energetisch autark sein sollte. Mit Bezug auf die mythologische Schlange, die sich in den Schwanz beisst, gab man dem Haus den Namen „Ouroboros“.



Ouroboros, Rosemount, Minnesota. Im Sommer 
(Bild: Anderson & Riordan)


Gebaut wurde das Haus in Rosemount, unweit der Universität. An den Bauarbeiten beteiligten sich rund 160 Studenten. Ab 1975 wurde das Haus von einer Studentenfamilie bewohnt. Das Haus glich eher einem Laboratorium als einer Wohnung, einem Laboratorium, das ständig verändert wurde um neue Energie- und Energiesparsysteme auszuprobieren. Schon von Anfang an besass das Haus einige ökologische Eigenschaften, wie sie erst später üblich wurden: ein grünes, mit Erdschollen bedecktes Dach, einen Windgenerator zur Stromerzeugung und eine biologische Abwasserreinigung.


Ouroboros, Rosemount, Minnesota. Im Winter 
(Bild: Anderson & Riordan)


Der Grundriss und die Ausrichtung des Hauses waren im Hinblick auf das Klima von Minnesota projektiert, das für seine kalten und stürmischen Winter bekannt ist.

Der Grundriss hatte die Form eines Trapezes, dessen lange Seite nach Süden ausgerichtet war. Auf drei Seiten war das Haus fast gänzlich von Erde umgeben und das gut wärmegedämmte und begrünte Dach reichte fast bis auf den Boden um das Haus vor den heftigen Nord- und Ostwinden zu beschützen. Im Winter häufte sich zudem der Schnee auf dem Dach und längs der Seitenwände und bildete eine zusätzliche Dämmung in Zeiten, in denen es besonders kalt war.

Die gesamte Südfassade -139 Quadratmeter – war zur Sonne hin orientiert: im oberen Teil der Fassade waren 55 Quadratmeter, um 60° geneigte Sonnenkollektoren installiert, während sich im unteren Teil die Fenster und ein Wintergarten befanden – alles mit Doppelverglasung versehen. Im Hinblick auf die sehr kalten Winter waren auch die Sonnenkollektoren mit Wärmedämmgläsern abgedeckt.

Das von der Sonne erwärmte Wasser wurde in einem 3.800-Liter-Wassertank gespeichert, der sich, in 30 Kubikmeter Kies und Gestein gebettet, im Untergeschoss des Hauses befand. Bevor sie in die Wohnräume gelangte, durchquerte die Luft diese Kiesummantelung und erwärmte sich.

John Ilse, ein Maschinenbau-Student ersetzte später die Kollektoren durch andere eigener Erfindung, die eindeutig effizienter waren als die zuerst installierten.


Ourobos – Schnitt


Wenn sie auch nicht die gleiche Wichtigkeit wie die winterliche Heizung hatte, war auch die sommerliche Kühlung des Hauses bei der Planung von „Ouroboros“ nicht vernachlässigt worden. Auf der Südseite sprang das Obergeschoss soweit vor, dass es im Sommer fast vollständig die Fenster und den Wintergarten beschattete.

Die natürliche Entlüftung erfolgte über Auslässe auf der Nordseite und am Dachfirst und entfernte überschüssige Wärme und Feuchtigkeit. Sie wurde durch die Verdunstung der Feuchtigkeit in den Grasschollen des Daches unterstützt.

Das Projekt kostete 95.000 US-Dollar (1975) und wurde vollständig aus regionalen und kommunalen Mitteln finanziert, so dass auf eine Finanzierung durch die Bundesbehörden verzichtet werden konnte.

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